Glücklicher Rücken und Gelenke

Die Körperhaltung, die wir gewöhnlich einnehmen, hat einen grundlegenden Einfluss auf unser Wohlbefinden.

Die Arbeit des Friseurs und der Kosmetikerin ist mit einer großen körperlichen Anstrengung verbunden, die durch die vielen Stunden des Stehens und das Einnehmen einer schlechten Körperhaltung noch verstärkt wird. Wiederholte Bewegungen, ständiges Verdrehen und Beugen von Kopf und Rumpf, wobei die oberen Gliedmaßen über lange Zeiträume angehoben bleiben, bestimmen mit der Zeit die wirklichen Krankheiten des Muskel-Skelett- und Kreislaufsystems und verursachen Schmerzen, die manchmal unerträglich sind, chronische Müdigkeit, geschwollene Beine, wunde Füße, schlechte Laune mit daraus folgender schlechter Produktivität und Abwesenheit von der Arbeit.

Muskel-Skelett-Erkrankungen sind die Hauptursache für Berufskrankheiten bei Friseuren und Kosmetikerinnen und machen 40% der Gesamtkosten von Berufskrankheiten aus. Jeder zweite Friseur ist betroffen. Neben den menschlichen Kosten sind auch die wirtschaftlichen Kosten für die nationale Gesundheitsversorgung von Bedeutung.

Die Hauptprobleme, die durch schlechte Körperhaltung verursacht werden, liegen in den oberen Gliedmaßen, vor allem im Hals- und Halswirbelsäulenbereich. Beispielsweise belasten Schneiden, Trocknen und Färben die Gelenke in verschiedenen Körperbereichen, angefangen beim Nacken und den Schultern, aber auch Ellbogen, Arm und Hand.

Viele Risiken werden unterschätzt. Die am stärksten betroffenen Körperteile sind: Handgelenk, Hand, Finger 47 %, Schulter 28 %, Ellbogen 14,2 %, Mehrfachschäden 8,3 %, Knie 1,7 %, Knöchel 0,3 %.

Es ist unerlässlich, die Risiken des Berufs zu vermeiden und diejenigen zu bewerten, denen man sich nicht entziehen kann, indem man sie an der Quelle bekämpft, d.h. indem man die richtigen Informationen verbreitet und in die Ausbildung investiert und die neuen Generationen bereits im Schulalter erzieht. Schließlich ist es bei der Arbeit notwendig, eine Reihe von präventiven Lösungen wie die Wahl der Werkzeuge, der Möbel und des ergonomischen Schuhwerks anzunehmen.

Sie erscheinen trivial, sind es aber nicht, wenn es um stundenlanges Stehen geht, das auf lange Sicht das Wohlbefinden der Person, aber auch die Qualität ihrer Leistung beeinträchtigt.

In Amerika beispielsweise verwenden Friseure seit Jahren ergonomische Matten um Arbeitsplätze, um Schäden durch schlechte Körperhaltung zu vermeiden, und die Ergebnisse sind offensichtlich. In einer Gesellschaft, in der das Gesundheitssystem vollständig in der Verantwortung der Bürger liegt, spielt die Prävention eine Schlüsselrolle.

In Italien sind ergonomische Matten leider nie eingeführt worden, zum einen, weil die Arbeitsräume begrenzter sind, zum anderen wegen eines ästhetischen Problems, bei dem Salons oft als Kunstgalerien betrachtet werden, was auf Kosten der Gesundheit der Bediener geht.

Ich denke, dass die im Universum der Schönheit ausgeübte Arbeit Auswirkungen auf die soziale und psychologische Sphäre der Kunden hat, die nach Schönheit und Wellness verlangen, und aus diesem Grund muss jeder Fachmann der erste gesunde Träger von Schönheit und Wellness sein.

Um diesen schwerwiegenden Widerspruch zu überwinden, habe ich zusammen mit meiner onlus Beauty Force das Projekt Stand Happy ®️.  gestartet. Die Forschung wird von einer Arbeitsgruppe unter der Leitung von Prof. Pacini, Haltungsergonom und Schöpfer des wissenschaftlichen B.A.E.-Protokolls, durchgeführt. (Biomechanical Anthropometric Ergonomic), und ist auf die Welt des Wohlbefindens ausgerichtet, mit dem Ziel, die Vorteile für den Bewegungsapparat zu ermitteln, die sich aus der Verwendung von Spezialschuhen – Haltungsvariatoren – mit den gleichen Funktionen der Matte ergeben.

Die B.A.E.-Methode ermöglicht eine korrekte Haltungsmessung in Bezug auf die Normen der Normalität: sie ist derzeit die einzige auf der Welt existierende Methode. Die mit dieser Methode durchgeführten Eingriffe verwenden Schnittstellen, die das Stehen, Gehen und Kauen steuern.

Unser Haltungskontrollsystem und folglich unser Bewegungsapparat haben sich über Millionen von Jahren entwickelt, um uns die bestmögliche Anpassung an das natürliche Gelände zu ermöglichen.

Jüngste phylogenetische Studien zeigen, dass der Mensch schlecht an ebenes Gelände angepasst ist. Niemand glaubt leider, dass das natürliche Gelände an sich uneben ist. „So wie der Rauch die Lungen verschmutzt, so verschmutzt der flache Boden die Körperhaltung“, sagt Prof. Pacini. Es ist eine Tatsache, dass unter den Menschen, die noch unter natürlichen Bedingungen leben und barfuss auf unebenem Boden gehen, wie zum Beispiel einige afrikanische, mexikanische oder südostasiatische Bevölkerungsgruppen, Rückenschmerzen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen unbekannt sind.

Der Fuss hat eine doppelte Rolle: die eines Ortes der beharrlichen Evolutionsarbeit und die einer Verbindung zwischen Umweltkräften (Schwerkraft) und inneren Kräften, die ihm entgegenwirken (Antigravitation).

Das Wohlbefinden ist die Grundlage der Vision und der bahnbrechenden Mission der humanistischen Kosmetik, die sich dafür einsetzt, so weit wie möglich ein neues soziales Bewusstsein zu verbreiten, das mehr und mehr den wirklichen Bedürfnissen der Kosmetikerinnen entspricht, damit sie immer mehr in der Lage sind, auch durch ergonomischen Komfort nur ein Lächeln zu schenken.

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